Inseltage.

Gefühlt ist heut Sonntag – genau wie gestern und all die Tage zuvor. Das muss an deiner Nähe liegen…vielleicht liegt’s auch ein bisschen an mir, denn wenn ich an dich denk, dann vergess’ ich alle Zeit und lebe ausschließlich im Besonderen.

Es sind die kleinen Momente, die sich schier ewig und immer weiter und weiter in die Länge ziehen lassen…(wenn ich’s denn nur könnt’!)

Dein Lächeln knistert auf meiner nassen Haut.

Kleine Tropfen Meer funkeln in deinem Haar.

Ich schau dich an und schließ’ dann blinzelnd beide Augen.

Um mich herum nur warme Sonnenstille, nur wir beide, die Wellen und das Rauschen im windgebogenen Schilf hinter mir.

Und, nun ja, in mir ist heute mit dir Sonntag…

Meine Welt steht still und atmet leise.

Ich leg mich zum Trocken mit ausgebreiteten Armen beinahe über den gesamten Sandstrand, vergrab deine Schultern unter meinem Haar und verhake meine Finger mit dir.

Du und ich – eine Insel aus Sonntagen.


Zitter nach allem Extrem.

Hab zähen Erfolg mit dir -

Wenn Liebe was weiß, wer soll die Antwort verstehn?

Frag jungenhaft-naiv und find mich als Kuss-Kontakt.

Mein Gefühl…

scheinbar ist kein Wort genug, darum lass ich es einfach und werd

verrückt zufrieden von hier abfahren,

oder das Schicksal nur denken…

Ich bin Abenteuer-neugierig!

 

 

 

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Bizarr, das alles!

Ich bebilder mir nun selber einen Himmel,

ein Klecks Illusion schmilzt in meinem Mund,

fast geh ich durch Honig – ertrink in Idylle und

wasch direkt den ganzen Blödsinn mit dem Hemdsärmel fort.

Ein Fall von wahrem Traum auf Papier weiß wie Schnee -

da muss schließlich auch immer alles verlaufen.


Drei Seelen sitzen im Theatersaal. Die eine schaut sich die Leuchtpunkte in deinen Haaren an, betrachtet dein Gesicht im Profil und zeichnet’s in Gedanken auf Pauspapier. Leise rieselt Musik von der Decke herab, die Diskokugeln drehen sich, woraufhin die andere ihre Fingerspitzen Kreise auf deiner Haut zieh’n lässt, im Einklang mit dem Rhythmus der Worte auf der Bühne dort oben – “Was glänzt ist für den Augenblick verloren”.

Sie schauen sich alle an, dürfen für den Moment ganz frei erscheinen – was man nicht fühlt, das darf man nicht erjagen. Sie schauen sich alle an, oh glücklich, wer noch hoffen darf, aus einem Meer an Irrtum aufzutauchen! Sie schauen sich alle an – verweile doch, du bist so schön! – und grün wird des Lebens goldner Baum… Sie schauen sich alle an, ganz wie im Traum und wandeln mit bedächt’ger Schnelle vom Himmel durch die Welt. Erkennen kaum, was alle Welt zusammenhält und wissen wohl: ” Ein Blick von dir, ein Wort mehr unterhält, als alle Weisheit dieser Welt”.

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Ich glaub, ich hab dich im Gefühl.

Ich glaub, ich hab den Augenblick gefunden, denn ich halten und vermehren will.

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Ich muss gehn.

Es ist Morgen und ich weiß, ich muss jetzt aufstehn, dabei würd ich mich zu gern im Bett umdrehn und versonnen aus dem Fenster sehn. Vielleicht mach ich mir Kaffee, vielleicht mach ich mir Tee – vielleicht, mal sehen, vielleicht kann ich dann gehn. Ich verbrenn mir meine Lippen, die Tasse zerbricht, alles aus Versehn – ich hoffe, du kannst verstehn. Und so muss es sein, ich kanns mir nicht anders drehn: Es ist morgen, Sonnenschein – ich muss Musik aufdrehn und gehn, gehn, gehn…


Der Blumenbote.

Jeden Morgen steht sie an der Theke, reibt Schlaf aus Augenwinkeln und gähnt verstohlen hinter ihren Fingerspitzen hervor. Die Haare zum Zopf, Tagträume im Kopf und in der Hand – schon wieder, schon wieder – zum Spülen ein Glas, eine Gabel, einen verkrusteten Topf. Der Laden brummt, Kaffeekuschelmusik summt – sie huscht und flitzt und stibitzt (einen Keks mit einem Hauch von Milchschaum, das sieht man doch kaum…). Da öffnet sich die Tür und im Sonnenschein kommt er rein – ganz groß, ganz klein – ganz und gar dein?! – sie atmet aus, sie atmet ein und bittet ihn hinein.

Der Blumenbote, der neue Blumenbote – verleiht jedem Dienstag eine himmlische Note. Sie wird ganz wach, sie wird ganz froh und summt und tanz und lacht…Milchschaum an der Oberlippe, Blumenbote an der Hand, Blumenkranz im Haar – wirklich wunderbar!


a million times nobody

And there was a day, when I thought, I was a million -

I told you then: I think that we don’t matter…

we are just…look – I think we’re all the same.

And there was a day, when I thought, I was a nobody -

I told you then: I think that we really don’t matter at all…

we are just…look – I think we’re just the same.

And you said, you think I am crazy…but -

I think, you might like crazy people…and I think, you might like me a little bit after all.


Stillschweigend Scheiden.

Ich glaube wirklich, alles in mir ward leise, als ich dich plötzlich vor mir sitzen sah.

Alles in mir verstummte, was ich absolut seltsam fand, wirklich ganz und gar absurd.

Hast du mich nicht immer vollkommen durcheinander gebracht? Habe ich tatsächlich ehrlich über einen deiner Witze gelacht?

Mit all dem Geschnatter und Geklapper rings um uns herum, da kam ich mir komisch vor. So unbedeutend normal, so dumm, so alltäglich an einem Kaffeeglas nippend…kein Knick in der Optik. Nur zwei Menschen an einem Tisch zwischen Tischen in einem Raum in einem Haus in irgendeiner x-beliebigen Stadt.

Weil mir das alles so erschien – weil du in mir nur Stille triffst und ich in dir einen Fremden – weil mir das alles so erschien, kannst du mir nicht mehr anders erscheinen. Du kannst mir tatsächlich nichts mehr tun…und endlich, endlich können wir zwischen allem Alltag um uns herum ruhn.


Murmelmusik

Meine Gedanken, meine Murmeln.

Sie murmeln vom Lachen, sie murmeln von dir -

Ich frage: “Jetzt? Hier?”,

und rolle auf bunten Murmeln herum,

die klirrend und klingend, beinahe singend,

Welten so wunderschön wirbeln lassen.

 


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